Neun süsse Geschenkideen

by dessertblog

Geschenke für uns Dessertliebhaber und Chocoholics

Oft stehen wir unter Druck ein originelles, bedeutsames Geschenk für unsere Liebsten aufzuspüren. Da ich wöchentlich nach süssen Geschenksideen gefragt werde, habe ich hier ein Dutzend meiner besten Geschenksideen für Dessertliebhaber und Chocoholics veröffentlicht.

Ich kenne all diese Betriebe und Personen persönlich. Darunter befinden sich sogar einige Personen, die ich inzwischen zu meinen Freunden zählen darf. Sie haben mich als Mentoren und Trainer inspiriert und werden auch Sie mit ihren Künsten der süssen Verführung nachhaltig beeindrucken.

Ich verdiene nichts mit diesen Empfehlungen. Es sind dieselben Empfehlungen, die ich meinen Freunden, Arbeitskollegen und Bekannten abgebe – kein Mittelmass, nur das Beste.

Das beste Schokoladenküchlein weit und breit

Es gibt kaum etwas Besseres als ein warmes, deftiges Schokoladenküchlein. Die Küchlein werden auf Französisch „moelleux“ genannt, weil sie beim Servieren innen noch weich sind. Ich habe schon Dutzende solche Küchlein gegessen, das Beste macht Tobias Buholzer im Restaurant Münsterhof in Zürich. Das Sternerestaurant am Münsterhof ist eines meiner Lieblingsrestaurants, vor allem wegen der hervorragenden, schlichten Patisserie. Da die Qualität vom Moelleux erheblich von der verwendeten Schokolade beeinflusst wird, nimmt er nur das Beste, Felchlins Cru Sauvage 68% aus Bolivien. Anschliessend wird der Teller mit ein paar Beilagen und Greyerzer Doppelrahm angereichert. Nirgendwo anders wurde mir ein derart intensives, hochwertiges Moelleux serviert wie hier. Zum Schluss wird ein Wagen voller Köstlichkeiten aus derselben Edelschokolade aufgetragen! Am besten dieses Dessert als krönender Abschluss eines der kleineren Gourmetmenüs geniessen, so kommt man auch im Genuss vom „Noix Gras“ (eine Entenleberterrine für Vegetarier, täuschend echt und absolut köstlich!) und der hausgemachten Brotauswahl.

Link: Restaurant Münsterhof, Zürich

Eins von vielen Inkarnationen seines Klassikers, diesmal mit Mango als Beilage.

Desserts im CLOUDS, Zürich

Hoch über Zürich beeindrucken mich zwei Spitzenpatissiers immer wieder mit ihrer hervorragenden Patisserie: Chef Patissier Marcel Schmitutz und sein Demi-Chef Mirjam Lendenmann wissen genau wie man uns Süssmäuler in den Desserthimmel entführt. Für bloss CHF 18.- pro Dessert kommt man im Genuss der preiswertesten gehobenen Patisserie Zürichs. Vor wenigen Wochen liess ich mich hier mit fünf Desserts und ein Dutzend Friandises für ein Profil im Tagi fotografieren – es war natürlich himmlisch!

Am besten kriegt man unter der Woche einen Tisch, nicht abends am Freitag oder Samstag. Die Desserts vom Restaurant können auch à la carte in die Bistro geschickt werden.

Link: Restaurant Clouds, Prime Tower, Zürich

Marcels süsse Interpretation vom Waldorf-Salat, erfrischend und kreativ.

Ein preiswertes Business Lunch Dessert, Mango und Yoghurt.

Kürbis und Orange treffen dunkle Schokolade.

Ein wunderschönes, modernes Dessert von Schokolade, Kalamansi, Yoghurt und Fleur de Sel.

Die süsse Mirjam mit fünf süssen Kunstwerken, dazu einige Friandises.

So sah mein Tisch aus bevor ich jeden Desserteller genussvoll leer "putzen" durfte. :-)

Desserts im Stucki, Basel

Inzwischen weiss jeder, dass die renommierte Spitzenköchin Tanja Grandits auch einen Spitzenpatissier hat, nämlich Julien Duvernay, der seit vielen Jahren für die süsse Seite des Stuckis verantwortlich ist. Seine Patisserie ist wunderschön, sehr präzise, handwerklich perfektioniert. Es ist auch die weiblichste, farbenfrohste Patisserie der Schweiz, passend zum Konzept des grossen, preiswerten Gourmetmenüs. Wer nicht längere Gourmetmenüs mag, soll einfach mehrere seiner Desserts à la carte bestellen. Selbstverständlich gibt’s vorher ein Pre-Dessert und nachher üppig Friandises dazu, alles entspricht dem Niveau der zwei Michelin-Sternen.

Link: Restaurant Stucki, Basel

Die Desserts im Stucki sind so geschmacksintensiv wie sie farbenfroh sind.

Juliens süsse Randen-Variation.

Der aufwendigste, schönste Sorbetteller meines Lebens.

Die Balance zwischen Schokolade und Tee ist nicht einfach, aber Julien kriegt das locker hin - hier eine Kombination mit Rooibos-Tee.

Desserts im Belvedere, Hergiswil

Das Seerestaurant Belvedere in Hergiswil wird von einem Sternekoch geführt, der Desserts liebt: Fabian Inderbitzins Desserts sind für mich die Highlights seiner opulenten Gourmetmenüs. Unbedingt seinen Klassiker, der Schoggikuchen, probieren! Seine Friandises sind die besten, die rundum den Vierwaldstättersee serviert werden – grosszügig, handwerklich topp und einfach fein. Liebhaber von Foie Gras kommen mit seinem erstklassigen Filet Rossini und den feinen Foie-Vorspeisen voll auf ihre Kosten. Selbstverständlich schöpft das Restaurant das Maximum aus der herrlichen Lage am See.

Link: Seerestaurant Belvedere, Hergiswil

In der Terrine war ein herrlicher Rhabarber-Coulis versteckt!

Das prächtige Filet Rossini.

Fabians Schoggi-Kuchen, ein geniales Strukturdessert, hier mit Ananas-Beilagen.

Macarons, Schokolade, Tartlettes, Gelées... so sollte die Krönung eines Abends im Gourmetrestaurant überall aussehen!

Desserts bei Lampart’s, Hägendorf

Was Anni Lampart und ihre Patissiers hier leisten ist schlichtweg atemberaubend: Ein Pre-Dessert zu jedem Dessert, hochpräzise Teller und grosszügige Friandises sind Teil eines der beeindruckendsten Patisserie-Feuerwerks der Schweiz. Vorher geniesst man die schweizweit beste, grosszügigste Brotauswahl (8-12 ofenfrische Sorten) zu allerlei Köstlichkeiten aus der meisterhaften salzigen Küche. Das Wichtigste daran ist, dass das Ganze einfach grossartig schmeckt und von einem Service begleitet wird, der keine Wünsche offen lässt.

Die idyllische Inneneinrichtung könnte aus einem Film von Rosamunde Pilcher stammen, Bonuspunkte gibt’s auch für die wunderschöne Smoker’s Lounge, man fühlt sich hier überall wohl. Ich empfehle das fünfgängige Gourmetmenü für CHF 175.-. Alle Gerichte lassen sich selbstverständlich à la carte geniessen, auch mittags.

Link: Restaurant Lampart’s, Hägendorf

Thurgauer Erdbeeren werden während der Erdbeersaison regelrecht zelebriert.

Beeren und Schokolade.

Ihre Schwarzwälder-Interpretation, schön erfrischende Kirschen-Yoghurt-Glacé.

Eine dekonstruierte Saint-Honoré-Torte mit einigen Himbeerkomponenten... einfach deliziös, ein Riesenaufwand für ein Pre-Dessert.

Dörrfrüchteglacé zu Mohn und Apfel.

Apple Crumble mit Haselnussglacé als Pre-Dessert.

Hier werden die Friandises und Pralinen gefeiert, u.a. durch eine Pralinenauswahl, die zu den besten und schönsten des Landes gehört.

Vom "Hamburger"-Macaron bis hin zu vielen kleinen Gebäcken und Weihnachtsguetzli, hier ist man beim letzten Dessertteller schon lange nicht fertig! :-)

Das Edel-Pralinenabo von Selection Chocolatiers

Das hochwertigste, edelste Pralinenabo, das in der Schweiz erhältlich ist – statt überall durch die Schweiz zu reisen und die Kreationen verschiedenster Chocolatiers zu kosten, werden diese hiermit regelmässig nach Hause geliefert. Ich bin seit mehreren Jahren Gold-Mitglied, seither ist das Teilen und Degustieren der 28 Pralinen mit Familie, Freunden oder Arbeitskollegen jedes Mal ein sehr schönes, süsses Erlebnis. Für CHF 49.- pro Ausgabe erhältlich, bei der Gold-Mitgliedschaft werden sechs Ausgaben pro Jahr verschickt.

Link: Selection Chocolatiers

So sieht eine Ausgabe des Edel-Pralinenabos aus. Dabei ist auch ein Bewertungsbogen und ein Büchlein zu jeder Pralinen und jedem Produzent. Ihre Familie und Freunde werden es auch lieben.

Schokoladenkurs an der Chocolate Academy, Zürich

Der beste, ausführlichste Schokoladenkurs findet an der Chocolate Academy in Zürich statt. Die Academy gehört Barry Callebaut, dem weltweit grössten Hersteller von Kakao und Schokolade. Die meisten Kurse sind für Profis gedacht, aber der „Laienkurs“ rundum Schokolade wird auch für Anfänger gehalten. Ich fand den Kurs sehr bereichernd. Es war ein richtiger Workshop, nichts für blosse Zuschauer, aber man lernt enorm viel. Und am Ende nimmt man eine grosse Auswahl selbstgemachter Pralinen, Truffes und Täfelchen mit nach Hause. Natascha Schwarzer, die lange als Chocolatier und Patissier tätig war, leitet die Academy und engagiert namhafte Chocolatiers und Patissiers wie Rolf Mürner, Fabian Sänger und Ivo Jud. Sie sind alle sehr geduldige, ausgezeichnete Trainer und sehr sympathische Menschen.

Link: Schokoladenkurse für Einsteiger, Chocolate Academy, Zürich

Es gibt keine bessere Lernumgebung als die Chocolate Academy in Zürich.

Teller für schönere Desserts

Der Fabrikladen von SOLA in Emmen eignet sich auch für Privatpersonen, die ihre Desserts auf richtig schönen Tellern anrichten möchten. Hier gibt es ein recht breites Sortiment an Schälchen, Teller und sonstige interessante Sachen – alles lässt ein Dessert schöner aussehen, ob man eine Apfelvariation auf drei verschiedene Porzellankissen verteilt oder Mini-Apple Crumbles individuell serviert. Die Besteck-Sets sind auch sehr preiswert. Mein Tipp: Nehmen Sie sich Zeit und laufen Sie den ganzen Fabrikladen durch. Wenn Sie vor lauter Dessertideen Hunger kriegen, dann gönnen Sie sich anschliessend ein Schoggiküchlein mit Vanilleglacé im Restaurant Kreuz, auch in Emmen.

Hunderte Möglichkeiten ein schönes Dessert zu einem unvergesslichen Kunstwerk zu machen.

Die beste Schweizer Schokolade

Die beste Schokolade kauft man im Fabrikladen von Felchlin in Ibach, Schwyz. Felchlin ist DER Hersteller von Schweizer Edelschokolade, die meisten Spitzenpatissiers, Edelchocolatiers der Deutschschweiz setzen die Produkte von Felchlin ein. Zum Beispiel besteht ein Grossteil der Pralinen, die von Selection Chocolatiers verschickt werden, aus Felchlin-Schokolade. Wer sich an den Geschmack dieser Edelschokolade gewöhnt hat, kann diese Billigprodukte à la Lindt, Cailler, Frey und Halba nicht mehr essen.

Der Fabrikladen bietet auch jedem die Chance jede Sorte Schokolade zu degustieren, schnell findet man seine Lieblingsschokolade. Mein persönlicher Liebling ist die Cru Sauvage 68%, ein Wild-Criollo aus Bolivien, etwas herb, charaktervoll mit einigen Ecken und Kanten, aber durchaus vielseitig einsetzbar. Mit der Cru Sauvage 68% lässt sich die geilste heisse Schoggimilch überhaupt herstellen: Fünf Teile warme Milch mit einem Teil Schokolade in einen Blender schaumig mixen und fertig ist das schokoladige Traumgetränk!

Die 500g-Tafeln, die besonders für den Fabrikladen hergestellt werden, sind bei uns im Büro der Renner (vor allem die Sorten aus 38%-Milchschokolade). Diese sind für nur CHF 12.- bis CHF 16.- pro Tafel erhältlich. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bieten die 2-Kilo-Säcke, für ein wenig mehr als CHF 30.- (weisse und Milchsorten) bis zu CHF 50.- pro Sack erhältlich. Und ja,  so ein 2-Kilo-Sack kann man ruhig mehrere Jahre lang (korrekt gelagert) halten.

Link: Felchlin Fabrikladen, Ibach, Schwyz

Die kompetente Beratung hilft Ihnen Ihre Lieblingsschokolade zu finden, es kommen laufend neue Sorten dazu.

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Eine süsse Zwischenmahlzeit

Eine süsse Zwischenmahlzeit In den letzten fünf Monaten ist viel passiert. Viele meiner Lieblinge haben sich eine neue Herausforderung gesucht, nur zwei von ihnen (Gerald Guerin und Julien Duvernay) sind geblieben. Ich durfte am Salon du Chocolat in Zürich ein Referat zu einem Thema meiner Wahl halten und Kerrin (Dessertbloggerin von Weltruf und my sweet [...]

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Beitrag im “Glace & Dessert”

Ich halte mich mal ganz kurz – unglaublich, ich weiss! Der Journalist Marc Benedetti von der Hotellerie & Gastronomie Zeitung hat im Restaurant Spice in Zürich mit mir ein Interview geführt. Der daraus entstandene Beitrag wurde in der Februar-Beilage “Glace & Dessert” veröffentlicht. Es war ein perfekter Abend, ausgefüllt von lustigem Fachsimpeln und purer Genussfreude. [...]

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Osteria TRE in Bad Bubendorf

Erstaunliche, unterbewertete Sterneküche Kay Baumgardt, Chefkoch Gianluca Gariglianos Chef Patissier, hat mich direkt über Facebook kontaktiert und mir mitgeteilt, dass mir die Küche des Sternerestaurants Osteria TRE in Bad Bubendorf gefallen würde. Das ist übrigens wünschenswert, dass mich Patissiers kontaktieren, denn ich kenne bei weitem nicht alle Spitzenpatissiers, die in der Deutschschweiz tätig sind. Nachdem [...]

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Artikel in der Handelszeitung

Dessertblog.ch in der Handelszeitung! Artikel auf Seite 11 der Special-Beilage zum Thema Delikatessen: Link zum Artikel (PDF) Ist das Leben nicht wunderschön? Ich hatte mir vorgenommen, dass ich nach einem Jahr den Blog in irgendeiner Zeitung oder Fachzeitschrift bekannt machen wollte, vielleicht sogar eine Kolumne schreiben wollte. Durch den Artikel zum Restaurant PUR im Hotel [...]

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Restaurant PUR in Pfäffikon SZ

Die Vorgeschichte: Foie Gras und ein Dessertbuffet Im Herbst 2010 waren wir in der Gegend unterwegs und haben uns für einen spontanen, lockeren Lunch entschieden. Der Gault Millau-Führer lockte uns auf die Webseite vom Restaurant PUR und die u.a. mit Foie Gras und US-Rindsfilet ausgestatte Karte lockte uns schnell ins Restaurant. Bei der Ankunft wurden [...]

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Restaurant Äbtestube in Bad Ragaz

Gourmetgenuss im Himmel auf Erden Ich wollte schon lange Roland Schmids Restaurant Äbtestube im Quellenhof in Bad Ragaz besuchen. Wer eine Entenlebervariation und zwei Dessertvariationen auf der Karte hat, muss eben mit einem Besuch von mir rechnen! Ein Arbeitskollege – ein bekennender Gourmet, der bereister und kulinarisch gebildeter ist als ich – fuhr mich an [...]

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Restaurant Jasper in Luzern

Das beste Restaurant der Stadt Luzern Es war ein kühler Sommerabend. Ich hatte gerade eine Kopie von Mürner One gekauft und  bekam so richtig Hunger auf gute Patisserie, weshalb ich mich spontan im Restaurant Jasper verpflegen liess. Die zwei Desserts, die ich dazumal vor fast einem Jahr zu mir nahm, waren sehr minimalistisch portioniert, aber [...]

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Restaurant Schöngrün in Bern

Das vielleicht schönste Restaurant der Schweiz? Denis Schmitt, der Chefkoch vom Restaurant Eden im Hotel Eden au Lac, hat mir während unserem Interview die Küche von Werner Rothen empfohlen. Chefkoch Schmitt weiss wovon er spricht, also habe ich Werner Rothens neues Buch „Mein Gourmetdesign“ vom Weber Verlag vorbestellt. Ein Mentor, der hauptberuflich als Chocolatier und [...]

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Café Schober in Zürich

Ein süsser Abend in Zürich Im Dezember war ich mehrere Tage lang in Zürich unterwegs. Ich ging in etwa zwölf verschiedene Confiserien und habe eine Unmenge Patisserie verspeist! Das absolute Highlight meiner süssen Tour durchs Zürichs Confiserie-Landschaft war ein Abend in der Confiserie Schober. Ich und Sacha haben unter der fachkundigen Anleitung ihres Chefkonditors jedes [...]

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